ver.di Bundestarifkommission beschließt Forderung

Der Beschluss der ver.di-Tarifkommission öffentlicher Dienst war einstimmig. Um 6,0 Prozent, mindestens aber 200 Euro im Monat, sollen die Entgelte in der Tarifrunde öffentlicher Dienst für die Beschäftigten von Bund und Kommunen in diesem Jahr steigen. Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Außerdem soll die Regelung, dass Azubis nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung übernommen werden, wieder in Kraft gesetzt werden.

Um die Ausbildungen im öffentlichen Dienst zu stärken, sollen auch bisher tariflich nicht geregelte Ausbildungsgänge und Praktikumsverhältnisse tarifiert werden. Dazu zählen schulisch-berufliche Ausbildungen wie die zu Medizinisch-Technischen Assistent/innen ebenso wie die praxisintegrierte Ausbildung zum Erzieher oder zur Erzieherin. Letztere gibt es bislang vornehmlich in Baden-Württemberg und einigen nordrhein-westfälischen Kommunen wie Köln, allerdings nimmt der Trend zu dieser Ausbildungsform zu. Zudem will ver.di, dass der Nachtarbeitszuschlag in Krankenhäusern auf 20 Prozent angehoben wird.

Alle Forderungen stellt ver.di gemeinsam mit dbb Beamtenbund und Tarifunion, der Gewerkschaft der Polizei (GdP) und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Zudem sollen die Regelungen des Tarifvertrags zeit- und inhaltsgleich auf die 344.000 Beamt/innen, Richter/innen und Soldat/innen sowie 182.000 Versorgungsempfänger/innen übertragen werden.

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Wir halten Euch hier über die Entwicklungen in der aktuellen Tarifrunde auf dem Laufenden, bitte beachtet auch die aktuellen Aushänge am „Schwarzen Brett“.