Mittwoch 21.03.2018 Warnstreiks im öffentlichen Dienst

Die zweite Verhandlungsrunde in der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst am 12. und 13. März 2018 in Potsdam endete ohne Ergebnis. Unmittelbar im Anschluss kündigte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di bis zum nächsten Verhandlungstermin am 15. und 16. April 2018 in Potsdam Warnstreiks in Betrieben im gesamten Tarifbereich an. „Sowohl in der Höhe als auch bezogen auf die Struktur des Tarifabschlusses gibt es keine Annäherung. Im Gegenteil: die Arbeitgeberseite hat wiederum kein Angebot vorgelegt und provoziert damit Warnstreiks“, sagte der Bezirksgeschäftsführer des ver.di Bezirks Köln-Bonn-Leverkusen, Daniel Kolle.

Am Mittwoch, 21. März 2018, ruft ver.di daher die Beschäftigten aus folgenden Bereichen

Stadtwerke Bonn VerkehrsGmbH Fahrbetrieb Bonn GmbH
LVR-Klinik Bonn
Helios-Klinik Siegburg
Stadt Troisdorf
Stadt Hennef und AöR Hennef (Bauhof)
Stadt Bergisch-Gladbach
Stadt Gummersbach
Kreisverwaltung Oberbergischer Kreis
Kreisverwaltung Rhein-Sieg-Kreis
zu ganztägigen Warnstreiks auf.

In Bonn wird es zu erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr kommen, kündigt Daniel Kolle an. In den genannten Kommunen werden sich Bürger*innen auf längere Wartezeiten in den Ämtern einstellen müssen. Auch Kindertagesstätten in Troisdorf, Hennef und Gummersbach werden betroffen sein.

ver.di fordert für die Tarifbeschäftigten bei Bund und Kommunen u. a. eine Gehaltserhöhung von 6,0 Prozent, mindestens aber 200 Euro. Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, werden sich die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst im Bezirk Köln-Bonn-Leverkusen zahlreich an den Warnstreiks beteiligen. „Jetzt sind die Beschäftigten gefragt, noch mehr Druck aufzubauen. Wollen die Arbeitgeber in der dritten Verhandlungsrunde eine Einigung, wie vom Vorsitzenden des Verbands der kommunalen Arbeitgeber angekündigt, ist nicht systematische Hinhaltetaktik angezeigt, sondern ein Entgegenkommen mit einem Angebot, das die herausragenden Leistungen des öffentlichen Dienstes würdigt“, so Kolle abschließend.